[SCHAUSPIELERIN | SPRECHERIN]


PREMIERENKRITIK: ...Johanna Maria Seitz spielt mit äußerster Expressivität. Sie fürchtet die Hypnose...Sie kämpft um ihre Identität...Sie spielt die Trance nicht, sondern sie zeigt sie, hat jede Distanz aufgegeben. Und wenn es nicht so banal wäre, würde man fragen, ob sie nicht tatsächlich hypnotisiert ist...Am Ende bleibt ein seelisches Trümmerfeld. Der Rest ist Schweigen...Und das wirklich. Selten hat man das Publikum so atemlos still erlebt. Und selten hat es hinterher atemlos beeindruckt so lange applaudiert."  Main-Post, 14.09.16



Die Schauspielerin Johanna Maria Seitz beeindruckte zuletzt als Caroline Walker im Thriller »Mordsgedächtnis« (Murder in Mind) von Michael Coney. Zuvor begeisterte sie in der Komödie »Hurra, ein Junge!« als Dienstmädchen Anna.

 

In der Uraufführung ihres selbstgeschriebenen Dramas  »Medeakomplex« überzeugte die Schauspielerin als Darstellerin der Maria.  Im Jugendstück »Tschick« von Wolfgang Herrndorf überraschte Johanna Maria Seitz in der Rolle der Isa.

 

In der Uraufführung des Kinderstücks von Paul Maar und Christian Schidlowsky »Der eingebildet kranke Kröterich« spielte sie die Rolle der Antonia. Davor war Johanna Maria Seitz in der Shakespeare Komödie »Was ihr wollt« als Viola und im berühmten Kinderstück »Peter Pan« als Tinkerbelle zu sehen.

 

In dem Zwei-Personen-Drama »norway.today« von Igor Bauersima verkörperte die Schauspielerin die Rolle der Julie.  In früheren Rollen spielte Johanna Maria Seitz auch die Lola aus »Der blaue Engel« und Margie in der Uraufführung »Zu Hause Mokupoku«.

 

Johanna Maria Seitz besuchte in Leipzig ein Musikinternat mit Schwerpunkt Gesang. Während der Schulzeit spielte sie kleinere Rollen an der Oper Leipzig und war Mitglied des Gewandhaus Chors. Zum Ende ihres Schauspielstudiums spielte sie in »Faust 2« unter der Regie Günter Krämers.


[MORDSGEDÄCHTNIS]

»Habe ich meinen Ehemann getötet?« Diese verzweifelte Frage stellt Caroline Walker dem Polizeitherapeuten Dr. Ellis. Er ist ihre letzte Hoffnung.

 

Als er in das Gedächtnis seiner Patientin eindringt, nimmt er die Zuschauer mit auf eine Reise, die bis zum Schluss rätselhaft und spannend bleibt.

 

Machte sie sich selbst etwas vor, und hat ihr Geist Erinnerungen verdrängt, weil sie von ihrem Mann misshandelt wurde? Oder ist sie nicht das Opfer, sondern wirklich eine Täterin? Kann ein Mensch eine Lüge sein?

[MEDEAKOMPLEX]

Von ihrer großen Liebe Jannes in eine neue Heimat geführt, kämpft Maria zwischen aufgedrückten Rollen.  Als liebende Frau und Mutter, versucht sie alle Erwartungen zu erfüllen. Stück für Stück spürt sie, wie sie sich immer mehr verliert bis zu dem Punkt, an dem sie ohne alles und jeden da steht.

 

In ihrer Not findet sie Halt in den offenen Armen einer vermeintlichen Leidensgenossin.  Heute treffen wir sie auf Jannes' Beerdigung und erleben ihre Konfrontation mit einer lang verschlossenen Wahrheit.

 

Ein Spiel ohne Gewinner. Ein Stück ohne Anfang und Ende. Ein Abend zwischen den Welten.

 

[TSCHICK]

Das Stück ist die Geschichte einer sommerlichen Deutschlandreise durch ein vertrautes, fremdes Land. Durch Orte mitten im Nirgendwo, bizarre Kraterlandschaften und fehlplatzierte Gebirgszüge, bevölkert von seltsamen, aber häufig entwaffnend freundlichen Menschen.

 

Auf einer Müllkippe begegnen sie Isa, die sie ein Stück auf ihrer Reise begleitet. Einer Reise, getränkt mit dem Gefühl von Freiheit und Abenteuer und gleichzeitig voller Wehmut, weil sie nicht ewig dauern kann.